Wer mir schon länger folgt weiß, dass ich selten einfach nur verreise.
Mich interessieren keine Hotelsterne, keine Checklisten und keine Fotos die aussehen wie tausend andere auf Instagram. Mich interessieren Orte an denen Geschichte noch spürbar ist, Menschen die etwas zu erzählen haben und diese kleinen Momente, die man in keinem Reiseführer findet. Genau deshalb bin ich gerade unterwegs.
Mein Roadtrip führt mich durch den Balkan. Nicht, um möglichst viele Länder abzuhaken, sondern um neue Perspektiven zu finden, Inspiration für kommende Projekte zu sammeln und vielleicht auch ein Stück besser zu verstehen warum diese Region so unglaublich faszinierend ist.
Der erste Stopp führte mich nach Tirana.
Mitten in der albanischen Hauptstadt verschwindet man durch einen unscheinbaren Eingang plötzlich in eine andere Welt. Im Bunk’Art 2 wird Geschichte nicht erklärt – sie wird spürbar. Zwischen dicken Betonwänden, dunklen Gängen und den Gesichtern unzähliger Menschen wird einem bewusst, wie nah Freiheit und Unfreiheit manchmal beieinanderliegen.
Es sind genau solche Orte die mich beschäftigen. Nicht wegen der Vergangenheit allein, sondern weil sie Fragen stellen, die auch heute noch aktuell sind.
Nach diesen Eindrücken ging es weiter Richtung Nordmazedonien und plötzlich verändert sich alles. Die Straßen werden ruhiger, die Landschaft weiter. Hinter jeder Kurve wartet ein neues Panorama.
Irgendwann taucht dann der Ohridsee auf – riesig, glasklar und eingerahmt von Bergen.
Einer dieser Orte, an denen man automatisch langsamer wird.
Die kleine Kirche Sveti Jovan Kaneo wirkt fast so, als wäre sie nur für diesen einen Felsen gebaut worden.
Man könnte dort stundenlang sitzen ohne ein Wort zu sagen.
Genau solche Augenblicke machen eine Reise besonders. Nicht laut, nicht spektakulär sondern einfach echt.
Doch meine Reise geht weiter. In Skopje treffe ich auf das komplette Gegenteil, Geschichte und Moderne prallen hier aufeinander. Monumentale Gebäude stehen neben osmanischen Gassen, moderne Kunst neben jahrhundertealten Mauern.
Ich lasse mich treiben, laufe durch den Alten Basar, bleibe an kleinen Cafés stehen und entdecke kreative Street Art.
Manchmal reicht schon ein einziges Detail damit ein Ort in Erinnerung bleibt. Ein bunt bemalter Innenhof, ein Café voller Blumen, ein versteckter Platz.
Oder Street Art, die eine ganze Stadt widerspiegelt.
Natürlich wollte ich auch wissen, wie Skopje von oben aussieht. Also führte mich der Weg hinauf zur Festung Kale.
Von dort wirkt die Stadt plötzlich ganz anders.
Zwischen alten Mauern und jahrhundertealten Steinen öffnet sich der Blick auf eine moderne Hauptstadt.
Ich weiß heute noch nicht, welche Geschichte am Ende dieser Reise die wichtigste sein wird.
Vielleicht ist es ein Gespräch, vielleicht ein Ort. Vielleicht einfach nur dieser Moment in dem man innehält und erkennt, dass jeder Kilometer eine neue Perspektive eröffnet.
Genau deshalb liebe ich solche Roadtrips. Nicht, weil ich ein Ziel erreichen möchte, sondern weil unterwegs die besten Geschichten entstehen.
Die Reise ist noch lange nicht vorbei. Es warten noch viele Kilometer, spannende Begegnungen und neue Inspirationen und ich verspreche euch, ich nehme euch mit.
Ganz liebe Grüße aus Skopje! 👋 Die Reise geht weiter und ich freue mich schon darauf, euch bald die nächsten besonderen Orte, Menschen und Geschichten zeigen zu dürfen.