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Über mich – mein Weg und meine Arbeit in Bulgarien
Ich begegne ihnen fast täglich, Häusern die einmal voller Stimmen waren, Höfen auf denen Kinder gespielt haben und Dörfern, in denen Leben stattgefunden hat und das heute still geworden ist. In Bulgarien gibt es viele dieser Orte, die Gründe sind meist dieselben und doch immer individuell. Menschen sind verstorben, Familien weggezogen, junge Generationen haben keine Perspektive mehr gesehen oder wollten ein anderes Leben. Zurück bleiben Gebäude, Grundstücke, ganze Straßenzüge. Nicht zerstört, nicht vergessen, sondern wartend.
Mein eigener Weg hierher begann im April 2021. Gemeinsam mit meiner Tochter habe ich den mutigen Schritt gewagt und Deutschland verlassen um in Bulgarien neu anzufangen. Unser Ziel war bewusst nicht die bekannte Schwarzmeer-Küste, sondern der ländliche Norden des Landes, nahe Nikopol an der Donau, an der Grenze zu Rumänien. Eine Region die vielen unbekannt ist und gerade deshalb ihren ganz eigenen Charakter bewahrt hat.
Schon bei meiner Ankunft war ich fasziniert, von der warmherzigen Gastfreundschaft der Dorfbewohner ebenso wie von der Vielfalt der Landschaft. Hier treffen sanfte Hügel auf weite Ebenen, dichte Wälder auf offene Felder und die Donau zieht ruhig und majestätisch ihren Weg. Inseln, Höhlen, versteckte Pfade und eine Natur, die sich nicht inszeniert sondern einfach da ist.
Auch die Flora und Fauna dieser Region haben mich tief beeindruckt. Schakale, Wölfe, Füchse, Dachse, Schildkröten und viele andere Tiere teilen sich hier ihren Lebensraum. Pflanzen und Blumen verändern sich mit den Jahreszeiten und zeigen immer wieder neue Facetten. Wer genau hinsieht entdeckt eine Schönheit die nicht laut ist, aber lange nachwirkt.
Gleichzeitig wurde mir schnell bewusst welche Herausforderungen viele Dörfer in Bulgarien tragen. Der Mangel an Arbeitsplätzen führte dazu, dass zahlreiche Menschen ihre Heimat verlassen mussten. Zurück blieben Häuser, die niemand mehr instand halten konnte. Dächer wurden undicht, Mauern bröckelten, Gärten verwilderten. Jahr für Jahr verschlechterte sich der Zustand vieler Gebäude, nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Mangel an Möglichkeiten.
Als ich begann mich intensiver mit Immobilien zu beschäftigen wurde mir klar, dass genau hier mein Einsatz gebraucht wird. Nicht dort, wo der Markt ohnehin funktioniert, sondern dort wo Strukturen fehlen. Ich machte es mir zur Aufgabe in dieser Region als Maklerin tätig zu sein, nicht nur zu verkaufen, sondern zuzuhören, zu erklären, zu vermitteln und realistische Wege aufzuzeigen.
Ich suche diese Orte bewusst auf, spreche mit Nachbarn, mit Verwandten und mit Gemeinden. Ich versuche herauszufinden was noch möglich ist, kann ein Haus gerettet werden. Kann ein fairer Verkauf stattfinden, gibt es Menschen die bereit sind Verantwortung zu übernehmen und diesen Orten neues Leben zu schenken. Dabei geht es mir nie um schnelle Abschlüsse. Viele dieser Häuser brauchen Geduld, Verständnis und oft auch Mut.
Meine Arbeit hat sich inzwischen über den Norden Bulgariens hinaus ausgeweitet. Gemeinsam mit zuverlässigen Partnern bin ich heute in mehreren Bezirken des Landes aktiv. Dieses Netzwerk erlaubt es uns, ein breites Spektrum an Immobilien anzubieten und gleichzeitig regional verankert zu bleiben. Jeder kennt seine Gegend, ihre Besonderheiten und ihre Herausforderungen.
Mir ist dabei immer bewusst, dass meine Möglichkeiten Grenzen haben, finanziell wie zeitlich. Ich kann nicht jedes Dorf retten und nicht jedes Haus sanieren und ich habe gelernt, dass auch Erholung und Rückzug notwendig sind um langfristig etwas aufzubauen. Nachhaltiges Engagement braucht Balance.
Umso faszinierender ist es zu sehen was dennoch entsteht. Häuser, die jahrelang leer standen werden wieder bewohnt. Fenster gehen auf, Gärten werden gepflegt und Gespräche beginnen. Besonders stolz macht mich die respektable deutsche Gemeinschaft, die sich hier über die Jahre gebildet hat. Ein stabiles Netzwerk aus Menschen die sich gegenseitig unterstützen, Erfahrungen teilen und ihren Platz in dieser Region gefunden haben.
Was hier wächst ist kein romantisiertes Aussteigerbild. Es ist Arbeit, Alltag und Verantwortung, aber es ist echt. Ich sehe mich nicht als Retterin, sondern als Teil eines Prozesses. Ich öffne Türen wo es möglich ist, begleite Entscheidungen und akzeptiere wo Grenzen sind.
Wenn ich heute durch manche Dörfer fahre und Häuser sehe die wieder Leben tragen weiß ich, warum ich diesen Weg gegangen bin. Still, unspektakulär, aber nachhaltig, genau so wie diese Region selbst.
Myra Sachs
Geschäftsführerin & Gründerin
Unser Team
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